Prototyp eines integrierteren Planungsinstruments für die Bewertung von Maßnahmen hinsichtlich Luftqualität und Klimawandel

 

Die Prototypentwicklung eines integrierten Planungsinstrumentes zur  Entscheidungsunterstützung bei Maßnahmen mit lokaler bis regionaler Anwendung aus einer Vielfalt von Bereichen (z.B. Verkehr, Stadtplanung) basierte auf unserer Erfahrung bei der Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, NGOs und Forschungsorganisationen zum Thema der Schnittstelle zwischen Luftqualität und Klimawandel. Ebenfalls in die Entwicklung des Prototyps eingeflossen sind Gespräche und Input aus einem in Zusammenarbeit mit der Europäischen Umweltagentur organisierten Workshop zum Thema „Integration der Mitigation von Luftqualität und Klimawandel – Besteht ein Bedarf an neuen Messgrößen für die Unterstützung der Entscheidungsfindung?“

Die Kernaussagen des Workshops waren:

  • Es gibt keine einzelne „Meta-Messgröße“, die alle für einen fundierten integrierten Ansatz an Luft- und Klimapolitikmaßnahmen benötigten Informationen beinhaltet.
  • Vorgeschlagen wird die Entwicklung eines Rahmenwerkes oder eines Informationsportals, in dem eine Reihe von vorhandenen Messgrößen kombiniert wird, soweit möglich auf der Basis vorliegender Studien, und die gleichzeitige Berücksichtigung und Hervorhebung der verschiedenen ökologischen (und möglicherweise auch ökonomischen) Auswirkungen der politischen Maßnahmen zu Luftqualität und Klimawandel auf regionaler und lokaler Ebene unterstützt. Bei ausreichender Einfachheit sollte das die Entscheidungsfindung und das integrierte Denken ermöglichen, insbesondere von der kommunalen auf die regionale Ebene.

Geleitet von diesem Input haben wir unseren Werkzeugprototyp zur Entscheidungsunterstützung entwickelt, welchen Sie hier erkunden können.

Bei der Entwicklung des Prototyps wurde deutlich, dass das Sammeln, Vergleichen und auf nützliche und nutzerfreundliche Weise Zusammenstellen solcher Informationen sehr zeitaufwändig ist. Außerdem stehen im Internet verschiedene Werkzeugen zur Politik- und/oder Entscheidungsunterstützung zur Verfügung. Einige sind länder- oder regionenspezifisch, einige erfordern umfangreiche Eingaben, andere bieten nur allgemeine Richtlinien und sind nur bedingt nützlich. Doch wer nutzt solche Werkzeuge? Und wurden sie nur für eine spezifische Aufgabe entwickelt oder waren/sind sie dazu gedacht, übernommen, genutzt und aktualisiert zu werden? Auch wenn eine genaue Durchsicht dieser verschiedenen Werkzeuge unsere Kapazitäten sprengen würde, kann und sollte man vernünftigerweise fragen: Was könnte bei unserem Werkzeug anders sein? Deshalb haben wir eine Umfrage mit einigen dieser Fragen erstellt, um beurteilen zu können, ob es ein Bedarf an einem Werkzeug in der Art des von uns entwickelten Prototyps besteht. Im Sinne der Ermittlung von Hintergrund und Kontext enthielt die Umfrage auch Fragen zum Wissen über den Zusammenhang von Luftqualität und Klimawandel sowie zum institutionellen Kontext, in dem ein derartiges Werkzeug genutzt werden könnte.

Die Umfrage wurde im Februar 2015 abgeschlossen; eine Veröffentlichung zu den Ergebnissen der Umfrage ist in Vorbereitung. Sobald diese vorliegt, werden wir hier einen Link bereitstellen. Sollten Sie darüber hinaus Interesse an weiteren Informationen oder einer möglichen Zusammenarbeit – auf der Forschungs- oder Anwendungsebene – zum Thema oder in Verbindung zu Luftqualität und Klimawandel haben, dann schauen Sie sich bitte auf unserer Webseite um oder kontaktieren Sie uns.