Geschichte von SLCP

Im Folgenden erhalten Sie einen kurzen Überblick über Entwicklungen auf dem Gebiet der SLCPs. Diese Umfassen kurze Informationen zu wissenschaftlichen Projekten zur Erweiterung des Wissens über SLCPs, zu Berichten über wissenschaftliche Nachweise der Eigenschaften und Auswirkungen von SLCPs, zu Initiativen mit der Zielstellung, SLCP und Vorläuferemissionen mit spezifischen Maßnahmen zu reduzieren und zu internationalen Übereinkommen zu bestimmten Aktivitäten angesichts der Herausforderung durch SLCP.

In den Beschreibungen der verschiedenen „Meilensteine“ wird die ursprüngliche Schreibweise der jeweiligen Initiative beibehalten. Ein Beispiel: Der häufig verwendete Begriff Short-Lived Climate Forcer (Kurzlebige Klimatreiber – SLCF) beschreibt im allgemeinen dieselbe Klasse von Stoffen wie der im ClimPol-Projekt verwendete Begriff Short-Lived Climate-forcing Pollutants (kurzlebige klimawirksame Schadstoffe – SLCP), auch wenn in einigen Fällen bestimmte Substanzen von den genannten Autoren nicht mit aufgeführt werden.

1979

Genfer Übereinkommen über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung (CLRTAP).

1982

Gründung von AirClim, dem Sekretariat für Luftverschmutzung und Klima.

1999

Göteborg-Protokoll zum Genfer Übereinkommen über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung von 1979 (CLRTAP).

2002

Schaffung des Atmospheric Brown Cloud (ABC)-Projekts mit Unterstützung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und auf Basis von Beobachtungen verschmutzter Luft über dem Himalaja.

2006

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht aktualisierte Richtlinien zur Luftqualität für Feinstaub, Ozon, Stickstoffdioxid und Schwefeldioxid.

2006

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht einen Bericht über die Gesundheitsrisiken von Feinstaub bei weiträumiger, grenzenübergreifender Luftverunreinigung.

2008

Atmospheric Brown Clouds: Regionaler Bewertungsbericht mit Konzentration auf Asien, erste Folgenabschätzung des ABC-Projekts.

2009, April

Durch die Tromsøer Erklärung des Arktischen Rats wird eine Task Force zu kurzlebigen Klimatreibern (SLCFs) geschaffen.

2009, Oktober

Start des Projekts Surya. Zielstellung ist die Untersuchung von Auswirkungen und Minderungspotential von Ruß bei traditionellen Kochherden.

2010, September

Gründung der Globalen Allianz für saubere Kochherde.

2011, Juli und November

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) veröffentlichen The Integrated Assessment of Black Carbon and Tropospheric Ozone (Die integrierte Bewertung von Ruß und troposphärischem Ozon). Außerdem veröffentlicht die UNEP die Studie Near-term Climate Protection and Clean Air Benefits: Actions for Controlling Short-Lived Climate Forcers (Kurzfristige Entlastungen für Klimaschutz und saubere Luft: Aktivitäten zur Kontrolle kurzlebiger Klimatreiber).

 

2011, September

Achim Steiner, UN-Unter-Generalsekretär und UNEP-Exekutivdirektor, spricht zum Thema SLCFs.

2011

Schaffung von Air Pollution and Climate (Luftverschmutzung und Klima), einem Wissenschaft/Politik-Dialog, durch das International Global Atmospheric Chemistry Project (Projekt Internationale Globale Atmosphärische Chemie -- IGAC).

2011

The Impact of Black Carbon on Arctic Climate (Die Auswirkung von Ruß auf das arktische Klima), ein technischer Bericht, wird durch das Arctic Monitoring and Assessment Programme (Programm zur Überwachung und Beurteilung der Arktis -- AMAP), einer Arbeitsgruppe des Arktischen Rats, veröffentlicht.

2012, Februar

Die Regierungen Bangladeshs, Kanadas, Ghanas, Mexikos, Schwedens, der USA und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gründen die Climate and Clean Air Coalition (CCAC).

2012, März

Der Nordische Ministerrat veröffentlicht die Svalbard-Erklärung zu SLCFs.

2012, März

In Potsdam findet ein hochrangiger internationaler Workshop zu SLCPs statt.

2012, Mai

Verhandlungen über die Überarbeitung und Aktualisierung des Göteborg-Protokolls von 1999.

2012, Mai

Erklärung des Nordischen Ministerrats: Arktis braucht Erste Hilfe. Die Emissionen von Ruß und Methan müssen jetzt gesenkt werden.

2012, Juni

Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Health Effects of Black Carbon (Gesundheitsschädlicher Ruß).

2012, Juli

Die meisten G8-Länder, darunter Deutschland, treten der Climate and Clean Air Coalition (CCAC) bei.

2012, August

Schaffung des Lateinamerikanischen Netzwerks für die Reduktion von kurzlebigen klimawirksamen Schadstoffen (RACC) durch NGOs und Wissenschaftler aus Argentinien, Brasilien, Chile, Mexiko und Paraguay.

September 2012

Zusammenkunft von Regierungsbeamten, politischen Entscheidungsträgern, Umweltexperten und Vertretern der Industrie aus 15 Ländern in Accra, Ghana, Ziel: Erörterung der Möglichkeiten zur Reduktion von SLCP-Emissionen.